Käse vorbereiten

In der Regel kann im Handel Raclettekäse in der gewünschten Portionierung (halbe oder Viertel-Laibe) und mit gereinigter Rinde gekauft werden. Falls nicht:  Schneiden Sie den Käse in einen halben oder Viertel–Laib,   reinigen Sie den Käse, indem Sie die oberste, rötlich-braune Schicht der Rinde mit einem Messer leicht abschaben.   Heizen Sie das Raclettegerät während etwa 5 Minuten auf und legen Sie dann das vorbereitete Käsestück in die Halterung

Die Zubereitung des Raclettes

Lassen Sie den Käse unter der Heizung brutzeln, bis die Schnittfläche den gewünschten Zustand erreicht: leicht geschmolzen für kleinere und feinere Raclettes oder stärker gegrillt für grössere Raclettes mit Röstaroma. Drehen Sie den Käselaib von der Heizung weg, kippen Sie den Käsehalter mit der linken Hand und streichen Sie mit der rechten Hand das Raclette in den Teller. Verwenden Sie dafür die glatte Seite des TTM-Raclettemessers und üben Sie beim Streichen nur leichten Druck aus. Tipp vom Profi:  Nach jeweils etwa 3–4 Raclettes bleibt an den Rändern der Schnittfläche eine knusprige Rinde. Schneiden Sie diese mit der gezackten Seite des TTM-Raclettemessers ab und servieren Sie sie zusammen mit einem Raclette. Diese Art von Raclette nennt man „religieuse“ und schmeckt wunderbar. Wichtig: Raclette soll heiss gegessen werden. Die bediente Person darf das Raclette sofort geniessen und wartet nicht, bis alle anderen Gäste bedient sind.

Klassische Zutaten

Klassischerweise reicht man zur Raclette Gschwellti (Pellkartoffeln), Essiggurken und Silberzwiebeln. Den Käse selbst würzt man vorzugsweise mit frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer. Der kulinarischen Fantasie sind jedoch keine Grenzen gesetzt. In Essig Eingelegtes (Pilze, Gemüse) und diverse Würzmischungen (z.B. Kräuter) eignen sich ebenso.   Sobald eine grössere Tafelrunde sich zum Raclette versammelt, sind Wartezeiten am Anfang und zwischen den Portionen unvermeidlich. Stellen Sie deshalb etwas Trockenfleisch, Hauswurst oder Rohschinken bereit und reichen Sie dazu Schwarzbrot (z.B. Walliser Roggenbrot).   Tipp vom Profi: Als Getränk eignet sich insbesondere trockener und spritziger Weisswein (kühl serviert) sowie Tee.

Die richtige Aufbewahrung

Kleinere Tafelrunden von 2–6 Personen werden einen halben Käselaib nicht vollständig aufbrauchen können. Kleine Reste können gut verpackt im Kühlschrank während 2–3 Wochen aufbewahrt werden. Grössere Stücke von über einem Kilogramm können bis zu 8 Wochen gelagert werden. Deshalb lohnt es sich oft, einen halben Laib anzuschaffen und in mehreren Mahlzeiten zu konsumieren.