Pfännchengeräte

Kleine Tischgeräte für das individuelle Zubereiten von Raclette mit portioniertem Käse wurden im Laufe der 1970er-Jahre entwickelt. Einige Millimeter dicke Käsescheiben können in ein Pfännchen gelegt und unter eine Heizschlange geschoben werden. Der geschmolzene Käse wird mit einem Spachtel aus dem Pfännchen geschabt.

Die ersten Pfännchengeräte waren ausschliesslich für die Zubereitung von Raclette konzipiert. Bald jedoch wurde die Oberhitze auch für das Grillieren verwendet, indem man die Raclettegeräte mit Grillplatten aus beschichtetem Aluminiumblech, Aluminiumguss, Stahlblech oder mit hitzeresistenten Steinplatten (z.B. Speckstein, Vulkangestein) ausstattete.

Diese Art von Raclette erfreute sich rasch einer bis heute anhaltenden, grossen Beliebtheit. Auch das Exportgeschäft wurde angekurbelt, allen voran mit den Nachbarländern Deutschland und Frankreich sowie den Beneluxstaaten.

Vorreiter der Pfännchengeräte war die Firma Stöckli aus Netstal im Kanton Glarus (Schweiz). Auch Studer („Maxvit“, Zuchwil), SIGG (Frauenfeld) und die Adrian Michel AG (Walde) waren bekannte Akteure auf diesem Markt, sei es als Entwickler, Hersteller oder als Vermarkter. Heute bietet eine Vielfalt von Unternehmungen aus aller Welt solche Raclettegeräte an.

Eine innovative Markterweiterung erfolgte durch TTM im Jahr 2004 mit der Erfindung, Herstellung und Vermarktung von Pfännchengeräten, die nicht mit Elektrizität, sondern mit Rechaudkerzen funktionieren (siehe Twiny Cheese). Eine andere Weiterentwicklung von Pfännchengeräten gelang Stöckli mit der Kombination von elektrischer Ober- und Unterhitze, die es erlaubt, Pfännchen beidseitig zu beheizen und somit auch für die Zubereitung von kleinen Pizzas zu verwenden.

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